Frei – das heißt „allein“

Vermutlich sollte ich jetzt jammern. Würde irgendwie passen. Wie an anderer Stelle schon gesagt, versuchen sich tausende Gedanken gleichzeitig durch eine Gehirntür zu quetschen, die die Größe eines Nadelöhrs hat. Nur heiße Luft, keine klaren Ansagen.

Ich geh mir selbst auf den Wecker, will Milliarden Sachen fertig bekommen und schaffe nicht mal eine, „genieße“ die Wehwehchen der Wechseljahre, die mir zwar auch nicht sonderlich gefallen, aber lang nicht so ätzend sind, wie das Theater jeden Monat und kann mich augenblicklich sowas von überhaupt nicht leiden … ich würde mich in einem Löffel Wasser ersäufen, wenn ich dann nicht tot wäre.

Maaaann, das ist echt die Krätze. Mir wäre jetzt Egon Olsen recht mit „Ich hab da einen Plan“ – denn ich selbst bin konfus und völlig planlos.

In Momenten wie diesem glaube ich, man sollte sich entweder keine Kinder anschaffen, oder sie dann zumindest ab der Pubertät nimmer leiden können. Dann hängt man anschließend nicht so in der Schleife.

Ob ich mein Gejammer selbst ernst nehme? Ja, nein, doch, vielleicht … nicht wirklich.

Das ist Jammern auf hohem Niveau, denn eigentlich sehe ich eher die Sachen, die nun gehen, als die, die abgehakt sind. Aber ein kleines Bissie Katzenjammer wird ja wohl noch erlaubt sein. Man gönnt sich ja sonst nix.

Xela

Hallo Mama!

Die Jahre sind vergangen, ich schaue zurück. So Vieles, was irgendwann bedeutungsvoll schien, ist in der Erinnerung nur noch ein flüchtiger Hauch, so wie die Spur einer Feder, die einmal sanft übers Leben streifte. Andere Dinge, unbedeutend, winzig, haben ihren Stempel im Leben hinterlassen wie ein Petschaft im Siegellack.

Nein. Das konntest Du nicht wissen. Wie auch? Ich wusste es ja selbst nicht und schließlich war es doch zuerst MEIN Leben.

Du warst mir zu kalt, ich war Dir zu emotional, zu aufbrausend zu … zu eben. Vielleicht hätten wir uns verstehen können, hätten wir uns auf der Mitte getroffen. Doch Du warst „Mutti“ und ich war nur ich, eben eins von 5, scheinbar die Ungeliebte, die Unverstandene.

Weißt Du, ich habe Dich niemals gehasst, auch wenn ichs gesagt habe. Damals wusste ich noch gar nicht, was Hass überhaupt ist. Es war nur ein tolles Wort, eins, von dem ich wusste, dass es Dich verletzen kann.

Ich wollte liebgehabt werden, auf eine Weise, die ich verstehen konnte und habe niemals begriffen, dass Du genau das Gleiche gehofft und immer wieder versucht hast. Nur eben auf Deinem Weg, den ich nicht verstehen gelernt hatte.

Und heute sind meine eigenen Kinder erwachsen und ich sehe sie an und frage mich auch oft, wo ich, bei Diesem oder Jenem falsch abgebogen bin, zu sehr von mir selbst auf die Kinder projeziert habe, zu gedankenlos, zu egoistisch, zu taktlos war.

Weißt Du, Mama, vielleicht ist es zu spät, zu lange her, als dass wir alles wieder ordnen könnten. aber mal ehrlich … ist das wirklich noch wichtig? Ein halbes Leben ist darüber vergangen, unsere Wege sind so weit auseinandergedriftet, wie es die Wege von zwei Menschen nur können.

Aber, vielleicht deshalb, wegen der Entfernung, sehe ich Dich heute anders, sehe Dich als die fleißige, kluge und charismatische Frau, die Du tatsächlich immer warst, mit Fehlern – so wie ich auch.

Wenn Du jemals Fehler gemacht hast, Mom, so mach Dir keine Vorwürfe. Du hast getan, was Du für richtig hieltst. Nur glaube mir heute – ich habe genau asselbe gemacht. Ich habe niemals wirklich gegen Dich gekämpft, sondern meistens nur gegen mich selbst.

Und wenn ich auch noch immer nicht um Verzeihung dafür bitten kann, gewesen zu sein, wie ich nun eben mal bin, hoffe ich doch ganz einfach, dass Du mir glaubst, dass ich Dich lieb habe und, was immer ich früher gesagt habe – es auch immer gehabt habe.

Xela

Maschinenintelligenz

Gestern las ich einen interessanten wissenschaftlichen Artikel, über die Intelligenz von Maschinen und die Möglichkeiten von deren zukünftiger Entwicklung.

Wer niemals intensiver als per WORD und Co. mit Computern zu tun hatte, wer nie erlebt hat, wie ein neuronales Netz „sprechen“ lernt oder eine, vergleichsweise primitive, Prologshell, richtig programmiert, scheinbar eigene „Gedanken“ entwickelt, für den mag das der Sound einer fernen Zukunft sein.

Mir stellen sich bei dem Gedanken allerdings die Nackenhaare zu Berge, weniger aus Angst vor den Maschinen selbst, als vor den Auswirkungen der Fehler, die uns bei deren Erschaffung passieren.

Die Anfänge sind so simpel, dass ein kleines Kind sie verstehen könnte. Denn indem man einem Programm nur wenige Aufgaben einprogrammiert, ist es schon „lernfähig“ und zwar genau so, wie Kinder das auch tun.

Gib einem Programm einige Frageworte oder-sätze.

Sage ihm, dass er sich die Antwort des Nutzers merken soll und, sollte die Frage wieder gestellt werden, antworten.

Mit jedem Nutzer wird sein „Wissen“ nun größer. Grenzen sind hier allerdings durch die Geschwindigkeit und den Umfang des Speichers gesetzt. Und natürlich kann das System noch nicht „handeln“, es kann bislang nur Daten sammeln.

Hier sehen wir aber auch den ersten Schwachpunkt. Woher weiß der Computer, dass eine Antwort wahr ist?

Helfen wir ihm also. Sagen wir ihm, er soll sich eine Frage, die nur einmal gestellt wurde, „merken“ und weitere Antworten dazu einholen. Aus der Gesamtmenge soll er die Antwort, die am häufigsten kommt, als wahrscheinlich richtige auswählen.

Und was machen wir mit Fragen, auf die es keine „richtige“ oder „falsche“ Antwort gibt, sondern höchstens eine Meinung?

Nun, damit soll er halt gar nix machen, sondern sie als Meinung wiedergeben, wobei er, je nachdem, zu welcher Denkweise mehr User tendieren, sagen kann, dass die eine oder andere Ansicht überwiegt.

Aber auch damit kann der Rechner noch keinen Unfug anstellen. Er kann ja nur hören und sprechen, nichts wirklich ändern.

Natürlich können wir auf diesem Weg aber noch ein Stück weiter gehen. Wir können ihn lehren, Verbindungen her zu stellen zwischen Antworten. So wäre es recht einfach, einem Rechner bei zu bringen, dass jeder Mensch nur einen Vater und eine Mutter hat und Menschen, die die gleichen Eltern haben, Geschwister sind.

Damit wäre ein sehr einfaches, datenbankgestütztes System bereits in der Lage jemandem zu sagen, dass er z.B. einen Bruder oder eine Schwester hat, wenn zwei Nutzer auf Anfrage die gleichen Eltern angeben.

Was z.B. bedeutet das für Ahnenforscher? Würden Ahnenforscher korrekt alle ihnen zur Verfügung stehenden Daten in so eine Shell eingeben, könnte der Computer durch Auswertung aller Daten, viel schneller komplexe Stammbäume erstellen, als je ein Mensch dazu in der Lage wäre.

Aber noch immer sind wir an einer Stelle, wo Rechner, wie magisch das auch erscheinen mag, Daten nur verwalten und auswählen, aber nicht „wirklich“ verändern.

Doch gibt es Zusammenhänge, die bereits auf dieser Stufe sehr wohl den Eindruck von eigenständigem Denken erwecken könnten.

Da Rechner Daten sehr viel schneller auswerten können, als ein einzelner Mensch, erschließen sich ihnen Zusammenhänge auch wesentlich schneller.

Ob diese nun richtig oder falsch sind, hängt selbstredend davon ab, ob die Ausgangsdaten, mit denen man den Rechner fütterte, richtig waren.

Doch was geschieht, wenn wir den Rechner befähigen, was durchaus möglich ist, sich selbst zu verändern, sofern seine Informationen das für sinnvoll erscheinen lassen?

Gehen wir davon aus, dass ein Rechner gewaltige Datenmengen bearbeiten kann, wird der Punkt kommen, an dem wir seinen Erläuterungen, WARUM er etwas verändert, nicht mehr folgen können.

Auch das ist noch immer keine K.I., denn die Möglichkeiten der Veränderung wären immer noch durch menschliche Vorgaben begrenzt.

Nur … auch ein kleines Kind schafft es, früher oder später, das Laufgitter zu überklettern, das die Eltern aufgestellt haben, sofern es rundherum einen Raum gibt, in den es klettern kann.

Und ich halte es durchaus nicht für unmöglich, dass bei der derzeitigen rasanten Entwicklung der Rechen- und Speicherkapazitäten, ein Computer diese Hürde früher oder später nehmen wird. Ganz abgesehen davon, dass komplexere Systeme natürlich ganz andere Daten erhalten und ihr „Frage- Antwort“ Spiel nicht mehr über direkte Nutzereingaben erfolgt.

Irgendwann werden wir uns sicher wirklich die Frage stellen müssen, ob wir die Geister, die wir riefen, überhaupt noch beherrschen und es wird ein Prüfstein für unsere Spezies sein, wenn wir die Folgen der Dinge sehen, die wir versäumt haben, unserer Schöpfung mit zu geben, oder die wir, evtl. wider besseres Wissen, unser Baby falsch gelehrt haben.

Keine Gesetze der Robotik (Siehe bei Isaac Asimov) werden uns vor unseren Geschöpfen schützen, denn so wie wir selbst, erwachsen geworden, durchaus lügen, morden und stehlen können, wenn es wirklich unsere Absicht ist, so wird sich auch eine künstliche Intelligenz irgendwann über diese vorgegebenen Schranken hinwegsetzen können.

Das heißt, ob unsere Schöpfung uns irgendwann einmal freundlich oder feindlich gegenüberstehen wird, wird nicht von unserem Wissen oder unserem Fleiß bei deren Erschaffung abhängen, sondern einzig und allein von der Frage, welche Art von Menschlichkeit wir ihnen mit auf den Weg geben.

Denn, wie jedes normale menschliche Kind, werden auch die K.I.s viele Jahre lang einzig Produkte ihrer Erziehung sein und ihre Eltern sind nun mal Menschen.

Xela

Geplantes Alleinsein

Mit Tagen ist es, wie mit Geschenken. Sie sind am schönsten, solange sie noch nicht „offen“ sind und man sich in aller Ruhe vorstellen kann, was drin sein könnte.

Einmal geöffnet, sind sie nur noch Fakten – schöne oder weniger schöne, aber eben unveränderlich und völlig geheimnisfrei.

Das wurde mir heute einmmal mehr so richtig klar. Denn geplant war, den Tag heute, vor dem großen Ansturm von Dingen, die erledigt werden müssen und lästiger Alltagsarbeit, noch einmal so richtig zu genießen. Erstens kommt es zweitens anders, drittens als man viertens denkt … meine Klingeln an Wohnungstür und Telefon machten Überstunden und vorbei wars mit Blumenfotographie und Kätzchenschmusen, selbst die interessante Wissenschaftzeitschrift, die ich mich für heute aufgehoben hatte, blieb, nach kurzem Überfliegen, ungelesen liegen.

Nicht, dass ich mich tatsächlich darüber ärgern würde. Es ist halt unerwartet und wirft alle Planungen über den Haufen. Hat man sich auf einen ruhigen Tag gefreut, ist man, wohl verständlicherweise, am Ende ein bissie angenervt.

Aber schön. Morgen ist ja auch noch ein Tag. Und da werde ich halt in den Pausen zwischen Erledigungen das tun, was heute eigentlich die ganze Zeit ausfüllen sollte. Falls nicht irgendwas dazwischenkommt …

Xela

Der letzte Tag – die letzte Nacht

Von der Sekunde an, in der ein Kind geboren wird, beginnt es, sich von seinen Eltern zu lösen.

Das ist anfangs gar nicht zu merken. Erst atmet es allein, irgendwann isst es allein, es krabbelt, läuft, spricht … geht die ersten Wege allein, verbringt Stunden mit Freunden und nicht mehr mit uns.

Wo mehrere Geschwister da sind, bemerkt man das beim Einzelnen gar nicht so stark.

Aber … irgendwann … löst man das letzte Problem gemeinsam mit dem letzten seiner Kinder, verbringt die letzten Stunden in altvertrauter Gemeinsamkeit, bevor dann auch das letzte Kind Segel setzt und uns noch einmal zuwinkt, bevor es, evtl. mit einem anderen Partner, auf jeden Fall aber mit neuen Zielen, dem Horizont entgegensegelt.

Man besucht sich auch danach noch, man telefoniert, man ist vetraut – und doch ist auf einmal alles anders.

Unmerklich rückt dieser Moment im Leben jedes Kindes näher und näher. Als Eltern denkt man manchmal darüber nach, merkt, wie schnell die Zeit vergeht, freut sich über Ereignisse, die den letzten Augenblick noch einmal hinausschieben, auch wenn man weiß, dass es nur noch geborgte Zeit ist.

Ich sollte nicht traurig sein. So viele Dinge gibt es noch zu realisieren, so viele Türen gehen jetzt erst überhaupt auf. Und … ich hatte lange, lange immer wieder Aufschub.

Aber diese Nacht ist die Nacht der Nächte. Das letzte Problem ist gelöst, das Zimmer nebenan, immer der Kern der Liederlichkeit, unnatürlich sauber, wartet darauf, sich zu leeren, selbst mein Kätzchen scheint zu spüren, dass sich etwas verändert und schläft noch einmal da drüben.

Es ist schon so lange klar und doch kullern die Tränen. Es ist etwas anderes, wenn es endgültig ist, irgendwie unabwendbar, scheints. Nein, ich bedaure es nicht. So viele schöne Stunden, lustige Erlebnisse hat es gegeben und wird es noch geben. Nur eben anders. Ein wichtiger Faden reißt heute nacht und es tut weh, ob man es zugibt oder nicht.

Diese eine Nacht darf man mal traurig sein. Denn morgen geht das Leben weiter … eigentlich unverändert. Und doch ganz anders.

Xela

Graphologie … Spökenkiekerkram?

Die Ermittlungsbehörden in Kriminalfällen z.B. werden diese Frage verneinen, viele andere Menschen, bejaen, der Rest steht dem zumindest zweifelnd gegenüber.
Verständlich, angesichts des Unfugs, der mit dieser nützlichen „Kunst“ unter anderem bei Bewerbungen getrieben wird.
Dass die Handschrift einiges über ihren schreiber verrät, sollte leicht zu erklären sein. ein ungeduldiger Mensch, wird nicht perfekt gezirkelte Buchstaben schreiben, ein Perfektionist keine hässlich-praktische Handschrift haben.
Wie alle anderen Tätigkeiten, so schreiben wir natürlich auch mehr oder weniger temperamentvoll, ordentlich, schlicht, verschnörkelt …
Und selbstredend kann das ein geschulter Beobachter erkennen.
Damit ist Graphologie dort an zu siedeln, wo auch z.B. Psychologie zu Hause ist.
Gemeinsam haben beide allerdings auch, dass sie z.B. bei der Auswahl von Bewerbern in einigen Fällen gravierende Fehler machen können.
Man kann über Jahre hinweg eine Handschrift antrainieren, das Schreiben so weit von der eigenen Psyche „entkoppeln“, das beide nichts oder nur noch sehr wenig miteinander zu tun haben. Die Ursachen dafür können sehr vielfältig sein.
Daher, ja, Graphologie hat eine Daseinsberechtigung und nein, sie bietet niemals 100% Entscheidungssicherheit. Als unterstützendes Element beim Profiling und in der Therapie leistet sie aber einen wichtigen Beitrag.

Xela

Was für eine Kuh!!!

Okay. Jetzt kommt die Stelle, wo sich alle, die mich als „unerwachsen“ oder Ähnliches bezeichnen möchten, hinten anstellen dürfen.

Aber ich finde das einfach nur süß:

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Kuhkälbchen Mira, zwei Tage alt. Na ja, vor seiner Mutter habe ich durchaus Respekt (rechts im Bild):

mira2

Aber die bringt auch paar Zentner mehr auf die Waage und die „kleinen“ Hörnchen können bestimmt ganz schön Aua, wenn Mamakuh sauer ist.

Links im Bild, die „klassische“ Kuh, das ist Anabell. Ihr Kälbchen braucht noch ein paar Wochen.

Alles in allem – es war ein traumhafter Tag und ich merke einmal mehr, wie sehr mir das ganze Tiergetümmel gefehlt hat. Das Internet funktioniert auch endlich – Ende gut, alles gut. Das ist der Teil, über den ich wirklich froh bin, denn langsam nervte mich der Technikkram dort an.

Xela

Todesstrafe – nein, danke

Es spielt keine Rolle, worum es geht. Kinderschänder, Amokläufer, Terroristen. Die Menschen der, ach so zivilisierten, Länder, wollen die Todesstrafe zurück.

Und jeder, der so denkt, danach brüllt, macht sich selbst zum Mörder, weil er nicht die Konsequenzen eines solchen Urteils bedenkt. Es gibt einen Trieb, der stärker ist alles alles – den Selbsterhaltungstrieb. Er schaltet jedes Denken aus, alle moralischen Schranken, die Menschen normalerweise davon abhalten, außer im Affekt, mit allen, aber auch allen Mitteln, ums nackte Überleben zu kämpfen.

Sun Hi, der große chinesische Stratege, merkte schon an, dass man einen Feind niemals, in eine Situation bringen dürfe, in der er keinen Ausweg mehr sähe, denn Menschen in totaler Verzweiflung werden zu Berserkern, die auf zu halten nur noch möglich ist, indem man sie tötet … und unter großen eigenen Opfern.

Nehmen wir ein fiktives Szenario. Ein Triebtäter. Lassen wir dabei mal außen vor, dass es hunderttausenden Menschen, die mit dieser Veranlagung, deren Ursprünge noch immer eher fiktiv sind, leben, gelingt, niemals im Leben straffällig zu werden (mir ist bewusst, dass es so ist). Gehen wir von jemandem aus, ders nicht geschafft hat. Auch wenn das kein Grund für mildernde Umstände ist – die meisten dieser Menschen sind keine Mörder. Sie suchen sexuelle Befriedigung, nicht den Tod des Opfers.

Das ist schlimm, entsetzlich, furchtbar, es zerstört das Leben des Opfers nachhaltig und es gibt keine Strafe, die dafür hart genug ist … außer der Todesstrafe.

Denn angenommen, der Betreffende wird in die Enge getrieben und weiß, wenn man ihn erwischt, wird er zum Tode verurteilt. Dann hat er nix mehr zu verlieren, Leute, NICHTS. Er wird erbarmungslos Menschen ermorden, darunter auch andere Kinder, er wird alles, aber auch alles tun, um sich einer Festnahme zu entziehen.

Und auch Täter, die von ihren Opfern gesehen wurden, werden diese unbarmherzig umbringen, um nicht entdeckt zu werden.

Ich stelle an dieser Stelle also mal die Frage (und das Recht nehme ich mir, ich habe selbst Kinder und Enkel):

Wenn es keine andere Option gäbe, was wäre Euch lieber? Ein missbrauchtes Kind oder ein totes Kind?

Denn genau diesen Unterschied wird in vielen Fällen die Todesstrafe machen.

Sperrt diese Leute weg, lasst sie nie und unter keinen Umständen wieer auf die Menschheit los. Lasst sie hart arbeiten für ihre Unterbringung – alles denkbar.

Aber tut uns und unseren Kindern einen Gefallen und treibt sie nicht in die Enge. Denn wer seine Zustimmung zu einem solchen Urteil gibt und seis durch Duldung, der macht sich selbst zum Mörder. Dessen sollte man sich, bei aller verständlichen Wut, bei aller Verzweiflung, immer bewusst bleiben.

Es geht hier niemals um das Leben nur eines Menschen, sondern immer um das vieler anderer.

Xela

WebDesign ist doof

Das ist die Neuauflage des Verzweiflungsschreis „Programmieren ist doof!“.

Letzterer rührte aus der Zeit, bevor ich herausfand, dass eintausend obskure Fehlermeldungen in einem Programm, welches man doch mit aller möglichen Sorgfalt geschrieben hat, in der Regel durch das Hinzufügen eines vergessenen Semikolons beseitigt werden.

Damals fand ich auch heraus, warum ein Laufzeitfehler, Laufzeitfehler heißt – weil man besser eine Stunde joggt, bevor man, wegen dessen Auftreten, den Computer vor Wut und Frustration in Kleinteile zerlegt.

Heute erweitere ich diese Aussage auf Webdesign und Anführungsstriche. Diese kleinen Kollegen sollten, naturgemäß, immer paarweise auftreten.

Vergisst man am anfang einen, treten ungewollte Sonderbarkeiten auf. Das wäre niht schlimm. Schlimm ist allerdings, wenn man dabei von der Kopie einer funktionierenden Webseite spricht, die dann, aus nicht nachvollziehbaren Gründen, auf einmal nicht funktioniert und das Ganze nur deshalb, weil man beider Änderung der Keywords genau dieses kleine, böse, schließende Anführungszeichen vergessen hat. Ich gebe zu, das spricht FÜR die Arbeit mit WYSIWYG- Editoren, aber leider liebe ich das Coden von Hand dazu viel zu sehr.

Ente gut, alles gut – naak, naak.

Und am ende einer etwas stressigen Programmiersitzung sollte man den Punkt nicht vergessen, wahlweise bei einer Webseite das schließende body – Tag und bei einem Blogeintrag …

Na ja … guten Morgen, liebe Mitgefrustete.

Xela

Wie fängt man Kanarienvögel?

Oder auch – canary trap. woher der Begriff stammt, ist mit Wiki leicht zu recherchieren, daher lasse ich es hier mal dabei.

Da ich aber von Freunden, Bekannten und völlig Unbekannten, die ich nur so im Internet treffe, immer mal wieder gefragt werde, ob man nicht irgendwie rausfinden kann, welche der Webseiten auf denen man registriert ist, Daten weitergibt, hier mal einige praktische Anwendungen der Kanarienvogelfalle – im Web und auch rl.

Ich sags vorher – es ist eine grundlegend so simple Idee, dass jeder selbst drauf kommen könnte, aber die Dutzenden Anffragen beweisen, dass es da immer wieder der Aufklärung bedarf.

In dem zusammenhang gleich noch einige weitere Tips:

Zuerst Mail- und Adressdatenspam. Dem kommt man bei, indem man sich

1. Einen Wegwerfmailanbieter sucht. Auf Webseiten, die man voraussichtlich nur einmal oder sehr selten besucht und von denen man keine Post wünscht, gibt man eine solche Adresse an.

z.B. hier http://www.trash-mail.com/

Eine Anmeldung ist nicht nötig auf der Seite, wies geht, wird dort erklärt.

Dann kann man sich beruhigt nach hinten lehnen – ob der anbieter die Mailadresse weitergibt oder nicht, kann einem völlig egal sein.

2. Man sollte mehrere Freemailadresse haben, Anbieter gibts da ja wie Sand am Meer. Diese nimmt man für Seiten, auf denen man sich anmeldet, die man aber noch nicht kennt. Hier gilt – für jede Seite eine andere Adresse und sollte sich dort Mist anhäufen, weiß man auch den schuldigen.

3. Catch-all auf der Domain ausschalten. Wer eine eigene Domain und die zugehörigen Mailadressen hat, wird immer Spam bekommen. Niemand braucht da Daten weiter zu geben, denn die meisten Webmaster haben einen Catch-all eingerichtet, bei dem webmaster@xy.de genau so weitergeleitet wird wie bockwurst@xy.de.

Das nutzen Spammer aus und nehmen einfech die Formel irgendwas@domainname.endung und fertig ist die Spammail.

Also. Einzelne Mailadressen anlegen, möglichst nicht „info“ oder „webmaster“ oder womöglich gar den eigenen Namen, der vielleicht auch noch im impressum steht, sondern bissie kreativer sein.

Die Mailadresse der eigenen Domain sollte man nur verwenden, wenn es wirklich unumgänglich ist. Viele Freemailanbieter ermöglichen die Weiterleitung von Mails. Das sollte man nutzen und auch Bekannten nur die Freemailadressen geben. Schließlich wissen sie nicht, ob ihre liebste Freundin nicht grad ein paar böse Virenonkels auf ihrem Rechner kultiviert, die Daten klauen.

Durch eine Weiterleitung landen die Mails dann doch alle auf einer Seite und Sie können sie dort abrufen. Achtung – drücken Sie beim Antworten nicht auf „Antworten“ , sondern tragen Sie die Adresse von Hand ein, sonst liegt doch ihre korrekte Mailadresse auf gefährdetem Gebiet.

Aber auch rl möchte man manchmal einige Dinge herausfinden. z.B., wer der Mensch ist, der jede Sache, die man ihm vertraulich erzält, weiterlabbert. Erzählen sie jedem Kandidaten eine andere story. Die, die in der Öffentlichkeit auftaucht, entlarvt die Plaudertasche.

Auch bei richtigen, geschriebenen Dokumenten klappt der Trick in kleiner Abwandlung. Der Weg der verschiedensten Informationen ist auf diese Weise nachverfolgbar, was z.B. auch bei Mobbing ganz nützlich sein kann.

Wir werden heute fast minütlich mit einer gewaltigen Informationsflut überschüttet und es ist nicht ehrenrührig, zu sagen „Ich bin mir nicht 100% sicher, ob er/sie das GENAU so gesagt hat.“

Aber im Interesse einer gesunden Psyche sollten wir einen Egoraum wahren, in welchem wir uns sicher fühlen, seis im realen Leben, seis im Internet. Und es ist unser gutes Recht, da die Lieben Menschen, die gut für uns sind, von jenen zu trennen, in denen wir uns getäuscht haben.

Xela