Goldrausch

Die Wirtschaftskrise boomt, immer neue Schreckensmeldungen über Euroland. Und wieder kommen Anlageberater daher und raten dringend, Kapital in Gold oder Silber an zu legen.

Aber was bringt das wirklich? Sehen wirs real. Wer einige Millionen hat, kann das tun. Er wird das Gold nicht anrühren müssen, gleich welche Krise ins Haus steht, denn er ist in der Lage, sich für lange Zeit zu bevorraten und aus jeder Katastrophe nahezu unbeleckt hervor zu gehen. Im Gegenteil – jetzt, in einer Zeit, in der die Edelmetallpreise mal wieder in utopische Höhen gehen, wird er verkaufen.

Wie ist das aber mit einem Kleinanleger? Angenommen ich kaufe heute für mein gesamtes Spargeld, was nicht irre viel ist, Gold. Und zwar nicht welches, was auf irgendeiner Bank herum liegt, sondern solches, das in meinem Sparstrumpf schlummert.

Nur kann ich das Gold nicht essen … und warm hälts mich auch nicht. Im Falle einer echten Wirtschaftskrise mit all ihren verheerenden Folgen, nutzt mir das Blech gar nix. Denn jeder wird dann versuchen, sein Gold gegen Lebensmittel etc. pp. ein zu tauschen, Gold wird, gemessen an Lebensmitteln und Dingen des täglichen Bedarfs, immer mehr inflationieren – sich also genau wie Papiergeld verhalten, vielleicht nicht so schnell, aber es wird passieren.

Und wer profitiert davon? Richtig, die, die ohnehin schon genug haben. Die gehen aus der Krise also mit noch mehr, sehr billig gekauftem Gold raus, die kleinen Leute haben gar nix mehr, weil sie ihr, teuer eingekauftes, Edelmetall, für einen Spottpreis tauschen mussten.

Ganz großes Kino, nicht? Und nebenbei – Gold auf der Bank nutzt gleich mal überhaupt nix. Denn macht die Bank dicht, ist es weg und man hat nicht mal mehr einen kleinen Tauschwert.

Also Leute – Vorsicht. Lasst Euch nicht zu dummen Panikaktionen überreden, gebraucht den gesunden Menschenverstand.

Xela

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