Geplantes Alleinsein

Mit Tagen ist es, wie mit Geschenken. Sie sind am schönsten, solange sie noch nicht „offen“ sind und man sich in aller Ruhe vorstellen kann, was drin sein könnte.

Einmal geöffnet, sind sie nur noch Fakten – schöne oder weniger schöne, aber eben unveränderlich und völlig geheimnisfrei.

Das wurde mir heute einmmal mehr so richtig klar. Denn geplant war, den Tag heute, vor dem großen Ansturm von Dingen, die erledigt werden müssen und lästiger Alltagsarbeit, noch einmal so richtig zu genießen. Erstens kommt es zweitens anders, drittens als man viertens denkt … meine Klingeln an Wohnungstür und Telefon machten Überstunden und vorbei wars mit Blumenfotographie und Kätzchenschmusen, selbst die interessante Wissenschaftzeitschrift, die ich mich für heute aufgehoben hatte, blieb, nach kurzem Überfliegen, ungelesen liegen.

Nicht, dass ich mich tatsächlich darüber ärgern würde. Es ist halt unerwartet und wirft alle Planungen über den Haufen. Hat man sich auf einen ruhigen Tag gefreut, ist man, wohl verständlicherweise, am Ende ein bissie angenervt.

Aber schön. Morgen ist ja auch noch ein Tag. Und da werde ich halt in den Pausen zwischen Erledigungen das tun, was heute eigentlich die ganze Zeit ausfüllen sollte. Falls nicht irgendwas dazwischenkommt …

Xela

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