Die e-books und ich

Normalerweise ist mein Leben mit den digitalen Büchern ganz friedlich seit dem Kauf meines treuen (inzwischen fast auch schon wieder alten) Kindle.

Allerdings stoßen mir inzwischen einige Dinge auch schon wieder sauer auf. Die Preise so wie so, welche mit der Buchpreisbindung erklärt werden. Ich meine, dass der Materialwert eines e-bokks faktisch gleich 0 ist und auch die „Lagerung“ weit billiger als bei echten Schmökern, ist die eine Seite der Medaille. Die andere ist die Tatsache, dass „echte“ Bücher, einmal gekauft, in der Regel bei uns entweder durch den gesamten Freundes- und Familienkreis gereicht wurden, oder aber gebraucht wieder verkauft. Beides nicht möglich mit einem e-book. Das allein rechtfertigt, für meine Begriffe, durchaus, neben den offensichtlichen Dingen, einen geringeren Verkaufswert.

Darüber hinaus  gibt es bei mir augenblicklich auch noch so eine „Ihr spinnt doch“- Frage, auf die ich schon gern mal Antwort hätte.

Einer der Vorteile eines e-books ist doch eigentlich, dass es, einmal aufgelegt, nicht mehr „vergriffen“ sein kann. Oder? Nun hatte ich vor einiger Zeit die Bücher von Terry Brooks für mich entdeckt und fast verschlungen. Zu dem Zeitpunkt war mir nicht klar, dass es eine Serie über „Das Schwert von Shannara“ gab (die ich nebenbei gruselig schlecht finde, die  Serie, nicht das Buch). Dahinter kam ich, als ich mir „Das Zauberlied von Shannara“ bzw. „Shannara Chroniken III“ als e-book kaufen wollte  und es, welche ein Wunder, auf einmal nirgendwo mehr erhältlich war. Doch, es gibt dieses Buch als e-book und zwar sogar für den Kindle, denn eigentlich hatte ich es mir bereits zusammen mit dem letzten kaufen wollen, dann aber drauf verzichtet, da ich ein Bücherjunkie bin. Was ich einmal auf dem Reader habe, muss auch gelesen werden, sei`s in der Nacht um 4, wenn man um 6 raus muss.  Also denke ich mal, dass wir das Büchlein sicher wiedersehen werden, sobald die nächste Staffel der Shanarra – Serie heraus ist. Dann kostet es zwar sicherlich das Fünffache, aber es wird wieder zu haben sein.

Und natürlich ist das alles puuuurer Zufall. Ja neee  ….

Nachdem ich also, angenehm überrascht, gemerkt habe, dass Terry Brooks mit Shannara 2 endlich den armen Tolkien in seinem Grab ruhen lässt und Eigeninitiative zeigt (wenngleich ich auch den ersten Teil irgendwie mochte), muss ich nun wohl Jahre warten, bis ich erfahre, wie’s weitergeht. Oder aber, ich schmeiß den reader wieder in die Ecke und kauf mir die Bücher gebraucht und in echt. Letztlich, liebe Buchhändler, ist mir das Medium, auf welchem was gedruckt ist, eigentlich völlig schnurz. Oder würdet Ihr auf einen Goldschatz verzichten, nur weil er sich im Auffangbehälter eines Dixieklos befindet?  Aber meinen Reader werde ich vermutlich nach diesen Erkenntnissen nicht so schnell erneuern. Denn sowas betrachte ich denn durchaus als hinterlistige Abzocke.

Und ja … ich liebe kitschige Fantasy. Dazu steh ich.

Xel

 

 

Stammbuch Walter Griebsch 1905

Vorname Familienname s/u Jahr * Ort Anmerkungen
Walter Griebsch s 1905 Berlin
Charlotte Dutschke s 1906 Berlin Cousine von 1
Gertrud Dutschke s 1906 Berlin
Else Krause s 1906 Berlin Cousine von 1
Liselotte Brand s 1906 Berlin
Max Grunons u 1906 Berlin
Fritz Müller s 1907 Berlin
Gertrud Ullrich s 1907 Berlin
C Schumann s 1907 Berlin
G Schleich, Prf.Dr. s 1907 Berlin
Klara Arndt s 1907 Schöneberg Tante von 1
Ervin Vick u 1907 Berlin
E Kreitling s 1907 Berlin
Erich Biallas s 1908 Schöneberg
M Pomtov u 1907 Berlin möglicherweise auch Tomtov
Erich Klotz s 1907 Berlin
Horst von Angar u 1908 Berlin möglicherweise auch Ungar, Unger oder Anger
Erich Bergert s 1907 Berlin
Gertrud Griebsch s 1909 Friedenau Schwester von 1
Grete Arndt s 1907 Schöneberg
Hans Pötters s 1907 Friedenau
Reinhold Ulpts s 1908 Schöneberg zweite Erwähnung Friedenau 1913
Anna Weber s 1908 Friedenau
W Ramm, Dr. s 1909 Friedenau
Fr Lucas s 1908 Friedenau
Elfriede Olvig u 1910 Friedenau
Max Petereit s 1909 Friedenau 1913 am Helmholzgymnasium Schöneberg in der Untersekunda
Lydia Ulpts s 1913 Friedenau

*Der Ort an dem der Betreffende zur angegebenen Zeit nachweisbar ist

s/u – Mit „s“ gekennzeichnete Namen lauten mit Sicherheit so, mit u gekennzeichnete Namen sind unleserlich geschrieben oder verwischt, so dass sie nicht sicher zu lesen sind.

Unsere Vorfahren

Seit vielen Jahren sammle ich Glückwunschkarten, insbesondere Weihnachtskarten und speziell aus der Zeit bis 1910. Gelegentlich fangen sich dabei auch Poesiealben, alte Fotos oder Briefe in den Maschen der ausgelegten Netze, oftmals in traumhaft schöner, gestochen gleichmässiger Sütterlinschrift verfasst.
Doch erst als ich selbst vor einiger Zeit begann, meinem Stammbaum nach zu forschen, fiel mir auf, dass selbst die spärlichen Informationen einer Karte, eines Briefes oder alten Stammbuchalbums u.U. helfen können, einen abgerissenen roten Faden in der Linie der Vorfahren neu zu knüpfen.
Aus diesem Grunde möchte ich in Zukunft in loser Folge und ohne jede Garantie auf Richtigkeit, an dieser Stelle alle Informationen zur Verfügung stellen, die mir auf diese Weise in die Hände fallen.
Nicht alle Angaben mögen immer absolut korrekt sein. Wir sprechen von Aufzeichnungen in mehr oder minder ausgeschriebenen Handschriften und ich kann nicht garantieren, wirklich alles immer korrekt lesen zu können.

Als erstes kann ich Euch zur Verfügung stellen eine Liste der Schüler der Untersekunda M des Helmholzgymnasiums Schöneberg vom 15.8.1913

Unter „Meine Herren Lehrer“ sind in der Liste aufgeführt:

F. Tessendorff (vermutlich Ferdinand Tessendorff)
Pohl (vermutlich Erich Pohl, seit 1911 an selbiger Schule)
Petzhold (wahrscheinlich Herrmann Petzhold)
Jung (kein Nachweis gefunden)
Dörfel, Dörpel o.ä. (kein NAchweis gefunden)

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Schüler (s Name richtig – u Name unsicher)

Johannes Lehmann s erste Nennung 1909
Wilhelm Korgitzsch u
Werner Krone s
Max Petereit s
Günther Hartleib s
Werner Narten u
Henri Abitz s
Fritz Burkhardt s
O. Kleißner u
Otto Richard s
Erich Fiebig s
F.Kosaik u
Hans Pardon u
Erhard Borkshammer s
Konrad Lehment s
W. Philipp s
Edgar Troitzsch oder Froitsch oder Fritzsch u
Henry Haffmann oder Hoffmann u
W. Stansberg
??? Pape u
Georg Sihuly u
E. Baumann s
H. Heinze s
Herbert Buch s
Kurt Dickmann s
Gerhard Schoof u
Erich Aurin u
Paul Probst s
Max Wierhula s
Alfred Ullmann s
Hellmuth Schubert s
G. Hamann s
Fritz Remg u
H. Radomski s

und vermutlich Walter Griebsch (Name sicher), dem das Büchlein mit der Liste zumindest 1905 gehörte.

Ich hätte da mal ein Problem …

Wer kennt ihn nicht, diesen Satz, der permanent immer dann fällt, wenn man sich gerade drauf freut, irgendwas Tolles zu machen. Einen Film schauen, Musik hören, mal früh zu Bett gehen oder einfach nur faulenzen und in sich rein hören.

Ich nehme mal die Gelegenheit wahr, hier etwas klar zu stellen. Mir ist bewusst, dass Probleme kein spezifisches Gewicht haben. Wie bedrückend eine Sorge ist, hängt von jenem ab, der sie hat. Für ein Kind geht mit dem abgefallenen Teddykopf die Welt unter, wer nicht viel Geld hat, für den kommt die Welt ins Schwanken, wenn auf einmal eine große Forderung im Briefkasten liegt, wer mehr Geld hat, sorgt sich vielleicht darum, dass seine Kinder Probleme machen oder das Geld, dank geringer Zinsen immer weniger. Wer Angst vor dem Alleinsein hat, fürchtet den Verlust des Partners … Das ließe sich beliebig fortsetzen.

Und tritt der schlimmste, anzunehmende Fall ein, oder glauben wir ihn zumindest gefährlich nah, sind wir oft vor Verzweiflung wie gelähmt, uns fallen die naheliegendsten Lösungen nicht mehr ein. Dann muss ein freund oder Familienmitglied ran.

„Ich habe da mal ein Problem …“

Ein Sprichwort besagt, dass ein echter Freund niemals fragt „Was?“ sondern immer nur „Wo bist Du?“ und leider hängen viele Menschen ihre Messlatte auch so hoch, was echte Freundschaften angeht. Nur leider sind die wenigsten, die das tun, auch bereit, das gleiche für andere zu leisten.

Ironischerweise nehmen jene, die immer helfen, für sich selbst relativ selten Hilfe in Anspruch. Und das ist nicht fair.

Deshalb an dieser Stelle mal eine Bitte. Liebeskummer hat jeder von uns im Leben mal. Und alles, was ein Freund dazu sagen kann, weiß man schließlich auch selbst. Auch zum Ausfüllen irgendwelcher Dokumente benötigt man nur in Ausnahmefällen wirklich die Hilfe eines überlasteten, müden Freundes – oft reicht es, nett und freundlich auf den Ämtern dar zu legen, was man nicht verstanden hat und sich helfen zu lassen.

Und selbst was Geldsorgen angeht … Leute, überlegt Euch genau, wen Ihr bittet und ob das wirklich sein muss. Jemand, der das Wenige, was er hat mit Euch teilt, hat dann selbst Sorgen – durch Euch.

Ich spreche aus Erfahrung, wenn ich Euch sage: Freunde die immer, wegen jedes Pupses und jedes Wölkchens gleich einen Aufruhr veranstalten, als sei die welt am untergehen, sind irgendwann keine echten freunde mehr. Nach und nach werden sie einfach nur noch nervend und lästig. Glaubt Euch nicht auf der sicheren Seite, nur weil das Gegenüber sowas Böses nie aussprechen würde. Denn vielleicht in dem Moment, in dem Ihr mal wirklich Hilfe von ihm braucht, ist er so entkräftet und gereizt, dass er trotz aller Vorbehalte „Nein“ sagt.

Verlangt von Freunden niemals mehr, als Ihr selbst auch ebreit wärt zu geben. Und messt dabei bitte mit dem gleichen Maß.

Xela

Pferdefleisch … und nun?

In Folge des Pferdefleischskandals wurde den gemeinnützigen Organisationen angeboten, die betroffenen Nahrungsmittel an Bedürftige weiter zu geben.
Prompt echauffierten sich die Träger mit Worten wie „menschenunwürdig“ und „zynisch“.
Die tatsächliche Ironie an der Sache ist hierbei in meinen Augen aber, dass die Betroffenen wieder mal keiner fragte.
Könnte man esden Menschen, die angeblich ja „mündige“ Bürger sind, nicht einfach freistellen, ob sie von dem Angebot Gebrauch machen möchten?
Ich für meinen Teil habe mit Pferdefleisch kein Problem und, sofern nicht andere gesundheitliche Risiken bestehen, würde mir den Kühlschrank ohne Bedenken mit diesen Lebensmitteln vollpacken, wohlwissend, dass meine Monsterfamilie da schon sehr schnell dafür sorgen würde, dass ich nix davon abbekomme.
Lasst doch endlich, um Himmels Willen, die Menschen wieder für sich selbst sprechen, betrachtet sie als Partner, als eigenverantwortliche Menschen, die keine Vormünder in Form sozialer Vereine benötigen.
Denn als ich aus der Pubertät raus war und die Nabelschnur zu Mami und Papi erfolgreich gelöst hatte, habe ich mich nicht sofort freiwillig an die Strippe von Mama oder Papa Staat hängen lassen.
Also, liebe Staatseltern. Wir Bürger sind schon große Kinder und können über unser Leben selbst entscheiden. Respektiert das, verdammt noch mal, endlich. Denn auch das gehört zur Menschenwürde.

Xela

Statement Schmuck …. häää?

Okay. Ich trage also seit Urzeiten eine Statementkette … Öööö ????

Es gibt keinen Smiley für meinen Gesichtsausdruck, der dieser Bemerkung folgte. Nur zur Erklärung. Der Bösewicht ist ein traumhaftes altes Collier aus Messing, richtig dekolletéfüllend und zu einer Zeit gebaut, als kaum jemand außerhalb der englischsprachigen Landstriche überhaupt eine Ahnung hatte, was das Wort „statement“ überhaupt bedeutet.

Obwohl – wenn ich jetzt so die Angebote durchschaue – so ganz wissen es die Designer wohl selbst nicht. Denn außer, dass der Trend ab zu sehen ist, dass einige Colliers zierliche Trägerinnen wohl vornüber kippen lassen würden, wären die massiven Elemente wenigstens aus Glas und nicht nur aus Acryl, besteht, für meinen Geschmack, das einige Statement beim Tragen dieser Kunstwerke darin, mal wieder dem Herdentrieb zu folgen und was in seinem Blog abzulichten zu haben.

Na ja. Mag ja sein, dass ich alt und kitschig bin (darf ich auch sein), aber zum großen Lacher der Modehäuser deren Centkram für Euros zu kaufen – da tapeziere ich aber lieber meine Wohnung damit.

Nur eine Sache nehme ich davon aus. Ich frage mich, ob den Designern, die teilweise (TEILWEISE!!) wunderschöne Originalstücke entwarfen, eigentlich nicht das Herz im Leibe blutet, wenn sie sehen, wie auf ihrem geistigem Eigentum Schrottberge gebaut werden.

A ja und für die, die immer so „Umweltschutz“ etc. pp. brüllen: Acrylglas wird aus Erdöl und Erdgas hergestellt. ist also vielleicht eine leichtere, aber nicht unbedingt erstrebenswertere Alternative zu echtem Glas.

Xelanja die Altmodische

Geldanlage Schmuck

Wenn ich wieder einmal mit Freunden über die Trödelmärkte strolche, Ebay durchforste oder meine heiß geliebten Schätzchen poliere, provoziert das immer wieder Bemerkungen wie.

„Möchte nicht wissen, was das wert ist!“

In den Köpfen er Menschen sitzt noch viel zu fest der Irrglaube, wenn man viel Schmuck aus Edelmetall günstig erwerbe, sei man ganz schnell reich. Auch einige Arbeitsagenturen unterliegen diesem Irrtum und verlangen bei einer Schmucksammlung sehr schnell deren Auflösung, ungeachtet der Tatsache, dass oftmals bereits eine einigermaßen gepflegte Briefmarkensammlung im Wert erheblich höher liegt.

Rechnen wir also mal ein klein wenig. Dabei sei vorausgesetzt, dass der Betreffende nicht gerade Stücke aus der Werkstatt von Lalique oder Fabergé besitzt (darauf kommen wir am Ende noch einmal zurück).

Sollten wir in Geldnot geraten, ist ein Silber- oder Goldring nicht mehr wert, als das Material aus welchem er besteht. In einer Scheideanstalt müssen wir davon sogar noch die Steine ausnahmen.

Wieviel Silber müssten wir z.B. besitzen, um 100 Euro zu bekommen? Gehen wir von einem aktuellen Silberpreis von 26 Euro pro Feinunze (31,1034768 g) stellt sich das rechentechnisch so dar:

26€ /31,17g= 0,836 €/g

Ein Gramm hat also einen ungefähren Wert von 84 Cent.

100 € / 0,84 € = 119 (gerundet)

Wir bräuchten 119 Gramm Silber. Nun ist das aber nicht alles. Denn das helle Metall ist in seiner Reinform nur als Münze oder Barren o.ä. erhältlich. Die bei Schmuck am häufigsten verwendete Legierung (heute) ist Sterlingsilber, mit einem Silbergehalt von 925/1000.

Das wären also 92,5 % Silbergehalt. Wir müssten zu den 119 Gramm daher noch 7,5 % dazurechnen.

Dann sind wir bei 128,65 Gramm. typische Silberringe wiegen zwischen 2 und 4 Gramm. Wir bräuchten also rund 50 Ringe, um 100 Euro Materialpreis von einer Scheideanstalt zu bekommen.

Wenn ich nun jeden Ring für 2 Euro gekauft habe … habe ich noch nicht einen Pfennig verdient. Und, Hand aufs Herz, wo bekommt man Silberringe für 2 Euro?

Die gleiche Rechnung können Sie nun für Gold aufmachen. Der heutige Goldpreis liegt dabei bei 22,16 € je Gramm.

Sie müssten einen Ring von 3 Gramm Goldgewicht und einer Legierung von 333/1000 unter 22,16 € kaufen, um dabei Gewinn heraus zu schlagen.

Mein Rat – Finger weg von solchen Aktionen.

Wie verhält es sich nun mit Markenschmuck oder Schmuck bekannter Hersteller?

Der Schmuck aus den Werkstätten von Lalique ist nicht so teuer, wegen seines Materials, sondern wegen der, ihm innewohnenden, Kreativität und der Tatsache, dass Lalique tot ist und daher kein neuer Schmuck von ihm auf den Markt kommt, er also rar ist.

Darüber hinaus ist der Markt dort, auf Grund der exorbitanten Preise, für Kleinstanleger uninteressant. Wobei ich nicht abstreite, dass man natürlich das unfassbare Glück haben kann, sowas auf dem Trödelmarkt zu finden – aber irgendwer gewinnt auch den Jackpot im Lotto – trotzdem lohnt es nicht, drauf zu hoffen, das man das selbst ist.

Und last but not least spielt auch die Mode eine Rolle. Goldringe des mittleren und unteren Preissegments aus den Anfangsjahren des 20.Jhd. bekommt man heute recht günstig. Niemand trägt solche Klunkern heutzutage (der Preis ist aber immer noch zu hoch, als dass er die Scheideanstalt interessant machen würde).

Kaufen Sie Schmuck, weil sie ihn lieben. Die glitzernden kleinen Zeitzeugen werden auch ihren Kindern und Enkeln noch Freude machen, vor allem, da selbstredend ihr Wert im Laufe langer Zeiträume steigen wird, da sie immer schwerer im Handel erhältlich sein werden.

Doch als Kapitalanlage setzen Sie lieber auf die altbewährten Methoden, sonst machen Sie ganz schnell eine finanzielle Bauchlandung.

Xelanja

Goldrausch

Die Wirtschaftskrise boomt, immer neue Schreckensmeldungen über Euroland. Und wieder kommen Anlageberater daher und raten dringend, Kapital in Gold oder Silber an zu legen.

Aber was bringt das wirklich? Sehen wirs real. Wer einige Millionen hat, kann das tun. Er wird das Gold nicht anrühren müssen, gleich welche Krise ins Haus steht, denn er ist in der Lage, sich für lange Zeit zu bevorraten und aus jeder Katastrophe nahezu unbeleckt hervor zu gehen. Im Gegenteil – jetzt, in einer Zeit, in der die Edelmetallpreise mal wieder in utopische Höhen gehen, wird er verkaufen.

Wie ist das aber mit einem Kleinanleger? Angenommen ich kaufe heute für mein gesamtes Spargeld, was nicht irre viel ist, Gold. Und zwar nicht welches, was auf irgendeiner Bank herum liegt, sondern solches, das in meinem Sparstrumpf schlummert.

Nur kann ich das Gold nicht essen … und warm hälts mich auch nicht. Im Falle einer echten Wirtschaftskrise mit all ihren verheerenden Folgen, nutzt mir das Blech gar nix. Denn jeder wird dann versuchen, sein Gold gegen Lebensmittel etc. pp. ein zu tauschen, Gold wird, gemessen an Lebensmitteln und Dingen des täglichen Bedarfs, immer mehr inflationieren – sich also genau wie Papiergeld verhalten, vielleicht nicht so schnell, aber es wird passieren.

Und wer profitiert davon? Richtig, die, die ohnehin schon genug haben. Die gehen aus der Krise also mit noch mehr, sehr billig gekauftem Gold raus, die kleinen Leute haben gar nix mehr, weil sie ihr, teuer eingekauftes, Edelmetall, für einen Spottpreis tauschen mussten.

Ganz großes Kino, nicht? Und nebenbei – Gold auf der Bank nutzt gleich mal überhaupt nix. Denn macht die Bank dicht, ist es weg und man hat nicht mal mehr einen kleinen Tauschwert.

Also Leute – Vorsicht. Lasst Euch nicht zu dummen Panikaktionen überreden, gebraucht den gesunden Menschenverstand.

Xela

Wendetage

Alles ändert sich und das völlig ohne mein Zutun. Freunde ziehen weg, mein eigenes Umfeld ist auch in Bewegung, neue Probleme lösen die alten ab.

Inzwischen gehts mir mit dem blöden Angstproblem wesentlich besser. Ich muss mich immer noch an viele Dinge heran zwingen, aber inzwischen bleibt wenigstens immer weniger liegen. Auch meine irrsinnige Sparsamkeit in wichtigen Dingen lässt endlich nach, die daraus rührte, dass ich immer daran denken musste, wenn es bei mir eine Katastrophe gibt, reiße ich meine Kinder mit.

Und dann ist da ja auch noch meine psychotische Katze :-). Ich glaub, das Viech war das Beste, was mir passieren konnte. Wenn sie Rind statt Ente auf dem Tellerchen hat, macht sie Augen, so groß wie Untertassen – 10 cm pure Enttäuschung.

Ich tapse immer noch vorsichtig durch die Lande, verschiebe immer noch wichtige Dinge, aber alles in erträglicherem Maße – ich hab auch nimmer ständig das gefühl, faul und blöd zu sein, was schon eine Verbesserung darstellt.

Das Leben geht wirklich weiter und im Grunde genommen gehts mir hervorragend. Nur, an manchen Tagen seh ichs nit – vermutlich sind das die Tage, die man aus einem tiefen Teller löffelt, wo der Rand so hoch ist, dass man nicht drüber schauen kann.

Und dann gibts ja auch noch M. … lieb, manchmal seltsam, aber immer noch der Beste von allen. Dass ich das im Leben noch mal von jemandem sagen würde, erscheint mir allein schon wie ein Wunder.

Xela

Die Schuldfrage

Schuld, im Großen, wie im Kleinen, moralisch, als auch die durch das Gesetz festgelegte, die nicht immer mit ersterer konform gehen muss, ist eine seltsame Sache.

Vor einigen wopchen machte eine Meldung die Runde, dass ein verurteilter Mörder eine Entschädigung vom Gericht zuerkannt bekam, da die Behandlung durch die Behörden ihm psychischen Schaden zugefügt habe.

In diesem Falle fragt man sich ja wohl wirklich, ob hier die nicht dem gesunden Gerechtigkeitsempfinden Hohn gesprochen, den Opfern bzw. deren Angehörigen, ins Gesicht geschlagen wurde.

Unser Recht verkommt immer mehr zu einem schutz der Täter und Verurteilung der Opfer, so muss man das leider sagen.

Doch wie verhält sich das nun eigentlich mit der Schuld, die uns von Kind an begleitet? Die schuld, Mutters Lieblinsgvase heruntergeworfen zu haben, schuld an der Scheidung unserer Eltern zu sein, Schuld, zu dumm zu sein, um den Erwartungen unserer Partner zu genügen oder was der Vorwürfe und Selbstvorwürfe mehr sind?

Die Justiz kennt viele Täter, die früher zunächst Opfer waren – und erkennt das, oft genug, als mildernden Umstand an. Zu Recht?

Ich denke, in Einzelfällen – ja, meist aber nicht. Es mag sein, dass meine Kindheit „schuld“ daran war, dass in meinem Leben einiges verquer lief. Doch als geistig gesunder Mensch, indem ich mich mit anderen vergleiche, mit anderen kommuniziere, lerne ich, günstigstenfalls, dass ich etwas verändern muss und vielleicht Hilfe suchen.

Wer dazu in der Lage war und dennoch keine Hilfe gesucht hat, der verdient keine mildernden Umstände, der ist in vollem Maße schuldfähig und hat mit absolut allen Konsequenzen zu leben, die das mit sich bringt.

So viele Dinge sind in unserer Gesellschaft „Rechtssprechung“ und nicht allgemeingültiges Gesetz. Doch seltsamerweise ist das scheinbar besonders oft dort so, wo es um die Interessen der Opfer geht – die der Täter werden konsequent geschützt. Läuft da nicht was schief? Sollten wir nicht manchmal an die Stelle von Juristen, Menschen setzen, denen ihr gesundes Rechtsempfinden noch nicht abhanden gekommen ist und ihnen auch die Macht in die Hände geben, ein Urteil vielleicht nicht zu fällen, aber zumindest zu beeinflussen?

Ich glaube, Buddha war es, der sagte, es sei müßig, über der Existenz Gottes zu brüten. Da die Frage nicht zu beantworten ist und, falls es Gott gibt, er es ja scheinbar vorzieht, uns bewusst im Unklaren zu lassen, die Grübelei in jedem Falle nichts sei, als vergeudete Zeit.

Es war Richeleu, der in seinem Testament sagte, da Vernunft gottgegeben sei, sei es die Pflicht des Menschen, sie zu benutzen und ihr zu folgen.

Wir allerdings, schlagen die Vernunft heute oft genug ins Gesicht und verlangen dann noch, dass sie lächeln soll. Und dann argumentieren wir mit unserem formal-gutem Gewissen.

Jeder einzelne Moment Eures Lebens kann der Punkt 0 sein. Es liegt bei jedem, geistig gesunden, Menschen selbst, zu sagen „Bis hierher und stop!“

Es liegt auch bei jedem selbst, die Welt, ab diesem Moment, ganz bewusst aus eigenem Willen wahr zu nehmen.

Dieser und jener Mensch, oder aber ihr selbst, hat Euch etwas angetan. Doch jetzt, in diesem Moment, ist das Vergangenheit, nicht mehr zu ändern. Jede weitere Minute, jeder Gedanke, den wir daran verschwenden, ohne den Versuch, die Sache endlich ab zu haken und nur noch als „Historie“ wahr zu nehmen, ist nutzlos und raubt uns mehr von unserem restlichen Leben als es das Ereignis ohnehin schon getan hat.

So zu denken ist schwer, sich in jedem Moment an diesen Entschluss zu erinnern, ist grausam, ihn zum Richtwert jeder zukünftigen Minute zu machen – Folter. Aber so und nur so bekommen wir das Leben zurück, das jeder von uns verdient, das ihm, im Moment seiner Geburt zugedacht war.

Wir sind weder unserer, noch der Schuld anderer ausgeliefert. In dem Moment, wo wir das begreifen können und es nicht tun, stattdessen lieber andere verletzen, als gegen unsere eigenen Dämonen zu kämpfen, machen wir uns erst tatsächlich schuldig und dann mag vielleicht der Staat noch ein paar Ausreden für uns auf Lager haben, wir selbst sollten sie aber nicht mehr finden.

Die einzigen Richter, die uns von der Vergangenheit freisprechen können, sind wir selbst, jeden Tag, jede Stunde, jeden Augenblick.

Xela